Eine Flagge für Tibet - Presseerklärung

Presseerklärung | Liste der Städte und Gemeinden | Fotos und Presse | Botschaft Seiner Heiligkeit des Dalai Lama

10. März, 2004

Zum 45. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes weht die Fahne Tibets in mehr als 70 Österreichischen Städten und Gemeinden.

Zum Gedenken an den 45. Jahrestag der brutalen Niederschlagung des Tibetischen Volksaufstands findet am 10. März 2004 um 17 Uhr eine Solidaritätskundgebung in Form einer Mahnwache am Wiener Stephansplatz statt. Anschließend wird ein Friedensmarsch zur chinesischen Botschaft führen. Als Zeichen der Solidarität für das Schicksal Tibets werden an diesem Tag 70 Städte und Gemeinden in Österreich die Fahne Tibets auf ihren Rathäusern und Amtsgebäuden hissen.

Ähnlich wie bei dem Ungarischen Aufstand von 1956 und der Prager Frühling von 1968 fand am 10. März 1959 der verzweifelte Widerstand des tibetischen Volkes gegen die Besetzung des Landes durch die Volsrepublik China in einem Aufstand in Lhasa, der tibetischen Hauptstadt, seinen tragischen Höhepunkt. Dieser Aufstand wurde von der Volksbefreiungsarmee brutal niedergeworfen. Seine Heiligkeit der Dalai Lama und tausende Tibeter flüchteten ins Exil. Mehr als1,2 Millionen Tibeter kamen bis heute durch Hunger, Zwangsarbeit, Haft, Folter und Hinrichtungen ums Leben. Nach 45 Jahren im Exil, hat sich die Lage in Tibet im Bezug auf Menschenrechte kaum geändert. 

Die jüngsten Menschenrechtsberichte des U.S. Außenministeriums, sowie von Human Rights Watch werfen China schwere Menschenrechtsverletzungen in China und Tibet vor. Die Gespräche zwischen der EU und der VR China zum Thema Menschenrechte haben bislang keine konkreten Ergebnisse gebracht. 

Vor kurzem wurde die Nonne Phuntsog Nyidrol, die politische Gefangene mit der längsten Haftstrafe in Tibet, aus dem Drapchi Gefängnis nach 15 Jahren Haft entlassen. Politisch gesehen ist es jedoch ein Manöver Chinas in letzter Minute, um sich am Vorabend der Menschenrechtskommission noch beliebt zu machen. Solche Freilassungen ist offenbar Teil der Bemühung Chinas, politische Gefangene als Verhandlungsobjekte statt als Anlass systematischer Reformen zu verwenden. 

Angesichts der weltweit zunehmenden Tendenz, Krieg und Gewalt wieder als Mittel der Politik zu legitimieren, zeigen die Städte und Landkreise mit dem Hissen der tibetischen Flagge ihre Sympathie für den gewaltlosen Kampf des Dalai Lama und bekräftigen das legitime Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und Bewahrung seiner kulturellen, religiösen und nationalen Identität. Es ist zugleich eine Aufforderung an die Bundesregierung, in allen bilateralen Gesprächen mit China sowie auf internationalen Foren die legitimen Interessen der Tibeter nachdrücklicher als bisher zu unterstützen.

Kontakt:

Lobsang Gyalpo 
Verein Save Tibet
Lobenhauerngasse 5/1
1170 Wien

Tel: 01/484-9087, 0699-1610-9064
Fax: 01/484-9088
e-Mail: save.tibet
@
gmx.at

 
© Save Tibet 2004 - 2005 | Home | Kontakt