Die FIFI-WM
 

Nein, kein Schreibfehler! Es handelt sich dabei um die alternative WM, die sogenannte „Waldmeisterschaft“ der FIFI (Federation of International Football Independents). Die Mitglieder sind Fußballmannschaften von Nationen, die nicht in der UNO vertreten, und somit auch keine FIFA-Mitglieder sind. Mehr als 70 solcher Regionen mit einem eigenen Fußballverband kämpfen für eine Einbindung in die FIFA (u.a. Tibet, Monaco und der Vatikan).

Der „Wild Cup 2006“ fand von 29. Mai bis 3. Juni in Hamburg im Stadion des Fußballclubs St.Pauli statt. Es spielten die Mannschaften von 4 Nicht-UN-Mitgliedern (Grönland, Gibraltar, Sansibar und Tibet) und die Mannschaften der „Republik St.Pauli“ und der Türkischen Republik Zypern. Es war für die Organisatoren kein leichtes Unterfangen, diese WM auf die Beine zu stellen, da die chinesische Regierung schon im Vorfeld mit allen Mitteln eine Teilnahme der tibetischen Mannschaft zu verhindern versuchte. Eine tibetische Nationalelf ist auch ein politisches Signal! Dazu kam noch die extrem problematische Visabeschaffung, aber es klappte dann doch, und die Reise nach Hamburg konnte angetreten werden.

Die 25 Exiltibeter (19 Spieler aus Indien, Nepal und Sikkim, 5 aus der Schweiz und einer aus den USA) „kamen, sahen – und verloren haushoch“ (Copyright „Die Welt“), gegen die „Republik St.Pauli“ mit 0:7, gegen Gibraltar mit 0:5 und schieden aus dem FIFI Wild Cup aus. Natürlich war die tibetische Mannschaft im Nachteil: die Kerntruppe aus Indien war es gewöhnt, bei 40 Grad im Schatten auf Sand zu spielen und da war der hanseatische Dauerregen bei höchstens 11 Grad ein gar arges Handicap. Ein regelmäßiges Training mit zusammengewürfelten Spielern aus 3 Kontinenten scheidet auch aus. Auch wenn die Niederlage verheerend war: „Wir fühlen uns als Sieger – trotz der Niederlage“. Weil sie  dabei sein durften, weil sie so herzlich wie selten empfangen wurden. Gefeiert und getanzt wurde im tibetischen Restaurant bis tief in die Hamburger Nacht.

(Aus „Die Welt“ und www.wild-cup.de)



                             

 
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