Tibet-Bahn hat bereits erste Mängel
 

Spiegel online, 28.7.06:

Gerade einmal einen Monat ist es her, dass sie mit großem Brimborium eingeweiht wurde. Doch schon jetzt sind bei der höchsten Eisenbahnlinie der Welt in Tibet beträchtliche Mängel aufgetreten. Die chinesischen Betreiber haben noch keine Lösung für die Probleme.

Peking - Das Dauer-Eis unter den Bahnlinien sinke ab und zeige erste Risse, zitierte die Zeitung „Beijing News“ heute einen Sprecher des chinesischen Eisenbahnministeriums. Diese Veränderung des Untergrunds destabilisiert demnach die Bahn an manchen Stellen. Auch der Beton einiger Stützkonstruktionen, etwa bei Brücken, zeigt Risse. Weitere Gefahren gehen - laut dem Sprecher - von Wanderdünen und Yak-Herden aus. Die Ingenieure hätten noch keine Lösung für die Hochland-Rinder gefunden, die sich gerne auf den Gleisen sammelten.

Die Anfang Juli eingeweihte, 1142 Kilometer lange Bahnstrecke ist höchst umstritten. Chinas Präsident Hu Jintao bezeichnete sie als „Wunder“. In Tibet wird sie dagegen als Symbol einer Besatzungsmacht aufgefasst.



                             

 
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