Grundsteinlegung für das Tibetzentrum in Hüttenberg

 

Nach einer langen Südamerikareise kam der Dalai Lama von 13. bis 15. Mai  nach Kärnten, um an der symbolischen Grundsteinlegung für das Tibetzentrum in Hüttenberg teilzunehmen.

Der Festakt fand am Sonntag, dem 14. Mai, am Hüttenberger Reiftanzplatz statt. Trotz kühlem und regnerischem Wetter waren tausende Schaulustige gekommen. Sie wollten den Dalai Lama persönlich sehen und zugleich die Grundsteinlegung miterleben.

Auf der Ehrentribüne war die heimische Politprominenz wie Landeshauptmann Jörg Haider, Vizekanzler Hubert Gorbach und Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat vertreten. Auch die Witwe Heinrich Harrers, Carina Harrer, und der evangelische Superintendent Manfred Sauer waren unter den Ehrengästen.

Als der Dalai Lama gegen 9 Uhr unter tosendem Applaus der Anwesenden eintraf, lugte sogar die Sonne für ein paar Momente durch den wolkenverhangenen Himmel hervor, was vom Hüttenberger Bürgermeister Schratter als sehr positives Zeichen gedeutet wurde.

In seiner Rede wies der Dalai Lama auf die Ähnlichkeit Tibets mit Kärnten hin. Hier wie dort gebe es viel Natur und Mineralien und das Projekt sei für alle Beteiligten von Wichtigkeit. Er betonte eindringlich, warum seiner Meinung nach die tibetische Kultur erhalten bleiben müsse: „Die Tibeter sind ein friedfertiges Volk, freundlich und mitfühlend, und das ist ein Ergebnis der Kultur, in der sie leben. In einer Kultur, in der die Werte von Zuneigung und Mitgefühl hochgehalten werden. Ich glaube deshalb, dass die tibetische Kultur ihre Relevanz in der gegenwärtigen  westlichen Welt hat.“

Über seinen Freund Heinrich Harrer sagte Tenzin Gyatso: „Heinrich Harrer war ein Freund Tibets und auch ein persönlicher Freund von mir. Er hat ein langes und erfülltes Leben gelebt. Ich bin mir sicher, wenn Heinrich Harrer heute hier wäre, wäre dies ein Tag großer Freude für ihn!“                                    Copyright: Foto Eggenberger

Nach dieser Ansprache erfolgte die eigentliche Zeremonie der Grundsteinlegung. Zwei tibetische Mädchen legten den ersten Grundstein mit der Aufschrift „Mut“.  Darauf legten der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider, Vizekanzler Hubert Gorbach, Gesundheitsministerin Maria Rauch Kallert und Carina Harrer Ziegelsteine mit den folgenden Worten: Ener-gie, Kraft, Konzentration und Träume. Weitere Steine mit Worten wie Liebe, Schöpfung, Glück, Freiheit folgten. 

Den letzten Stein für das Tibetzentrum setzte jedoch der Ehrengast S.H. der 14. Dalai Lama mit der symbolträchtigen Bezeichnung „Friede“. Über diesen Stein wurde ein Glücksschal ausgebreitet und darauf eine Butterlampe entzündet. Das ganze Projekt wurde damit gesegnet und soll einen guten Verlauf nehmen. Der Dalai Lama fuhr anschließend in die Heft, wo auch das Gebäude für das zukünftige „International Center of Higher Tibetan Studies“  geweiht wurde. Nachmittags luden der Landeshauptmann von Kärnten und Seine Heiligkeit zu einer Pressekonferenz (siehe Seite 8) nach St. Veit.

Am letzten Tag seines Besuches fand an der Universität Klagenfurt ein Friedensdialog mit den Stundenten statt. Im Zug dieser Veranstaltung wurde dem Dalai Lama die Ehrenbürgerschaft der Alpen-Adria Universität verliehen. Auf die Frage einer Studentin, ob es auch einen weiblichen Dalai Lama geben könnte, meinte der Friedensnobelpreisträger: „Prinzipiell ist dagegen nichts einzuwenden. Wenn es das Volk wünsche, dann kann auch eine Frau Dalai Lama werden!“ Augenzwinkernd fügte er aber hinzu: „Aber dann sollte es auf jeden Fall eine hübsche Frau sein!“ S. Samitsch
 

Sabine Stadlober, Betreuuerin unserer                                                                                Katakh S.H. des Dalai Lama
Homepage, bei der Abfahrt in Hüttenberg         Großer Andrang am Save Tibet Stand              am Grab Heinrich Harrers    

 

 



                             

 
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