Oberstes Zivilgericht in Madrid behandelt Genozid in Tibet: China protestiert
 

China reagierte mit wütendendem Protest, dass das Oberste Zivilgericht Spaniens eine Klage wegen des Genozids in Tibet angenommen hat. Am 5. Juni hörte das Gericht den aus Tibet geflüchteten Thubten Wangchen als Hauptkläger. Wangchen, der inzwischen die spanische Staatsbürgerschaft angenommen hat und Präsident der Tibetan House Foundation in Barcelona ist, klagt sieben chinesische Politiker, darunter den früheren Präsidenten Jian Zemin, wegen „Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Folter und Terrorismus“ in Tibet an. Nach den Worten von Thubten Wangchen geht es ihm vor allem darum, dass die Vorkommnisse in Tibet auf internationaler Ebene mehr Beachtung finden und China beginne, seine Verfehlungen zu sehen und die Menschenrechte zu beachten. Das Gericht beschloss, weitere Zeugen zu vernehmen.

China reagierte umgehend mit wütenden Protesten. Die Klage stelle eine „reine Erfindung und üble Verleumdung, … eine Diffamierung und Lüge“ dar und sei eine unzulässige Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas.

Hinter dieser Klage stecke die „Clique der Spalter“, angeführt vom Dalai Lama. In Peking wurde sogar ein Vertreter der spanischen Botschaft in das Außenministerium zitiert.

Quelle: Think Spain



                             

 
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