"Waldzell"-Treffen

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Von 17. bis 19. September 2007 findet bereits zum vierten Mal das jährliche "Waldzell"-Treffen statt. Die Veranstaltung wird im niederösterreichischen Stift Melk abgehalten. Ehrengast: der Dalai Lama.

Vorarlberg online, 20.4.07
Die Veranstaltung im niederösterreichischen Stift Melk ist wie in den Jahren zuvor hochkarätig besetzt und steht diesmal unter dem Motto "Was bleibt" - den Veranstaltern zufolge eine logische Weiterentwicklung der Sinnsuche der letzten Jahre. "Die Teilnahme des Dalai Lama und anderer hoher Religionsführer werden das Meeting heuer stark prägen", kündigte Waldzell-Gründer Andreas Salcher am Donnerstag an. "Der Kampf der Funda-mentalisten gegen die Toleranten in den Weltreligionen betrifft uns alle massiv".

Der im indischen Exil lebende tibetische Religionsführer habe sich gewünscht, mit einem Vertreter des Islam zusammenzukommen. Diese Persönlichkeit habe man in Ahmad Al-Tayyib gefunden. Als Rektor der Al-Azhar-Universität in Kairo steht er einer der ältesten und renommiertesten Bildungseinrichtungen der islamischen Welt vor. Zudem werden der Rabbiner David Rosen, Präsident des Internationalen Jüdischen Komitees, sowie der Benediktinermönch David Steindl-Rast im Stift Melk zu Gast sein.

Unter dem thematischen Titel "Was bleibt" steht dieses Jahr zur Diskussion, ob und wie ein Lebenswerk ein Leben überdauern kann. Nicht nur die persönliche Hinterlassenschaft soll thematisiert werden, sondern auch das Fortbestehen einer Organisation nach dem Tod ihres Gründers und - auf der Metaebene - das Erbe für die nachkommenden Generationen. Waldzell komme dem Ziel des "globalen Dialogs" schrittweise näher, so die Mitbegründerin Gundula Schatz, aber: "Wir sind noch nicht global genug und wir haben nicht genügend Frauen." Auch heuer ist nur eine Frau unter den Waldzell-Gästen: die Amerikanerin Elizabeth Lesser, Gründerin von "Omega", dem größten Zentrum für ganzheitliches Lernen in den USA. Schatz habe bei der Auswahl der Diskutanten vor dem Dilemma gestanden, "ob wir zehn gleichwertige Referenten haben oder eine Art Steigbügel für weniger bekannte Frauen sein wollen."

Einmal mehr zählt der brasilianische Bestseller-Autor Paulo Coelho ("Der Alchimist") zu den prominenten Gästen des strikt auf 150 Teilnehmer beschränkten Treffens im barocken Melker Stift. Dem Veranstalterduo Schatz und Salcher zufolge habe Coelho "der Vision Waldzell eine Chance gegeben", für die sie dankbar seien. Mit dem langjährigen Chefredakteur des "Harvard Business Review " und Unternehmer Alan M. Webber wird ein weiterer "enger Vertrauter Waldzells" die Gespräche moderieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt heuer auf "Social Entrepreneurship". Als Präsident des wichtigsten Projekts gegen Armut in den Vereinigten Staaten, der Manchester Bidwell Corporation, ist William E. Strickland zu Gast. Salcher zufolge würde sozial verträgliches und gestaltendes Unternehmertum selbst in "geistigen Zentren des Kapitalismus wie der Harvard Business School an Zulauf gewinnen". Auch die "Architects of the Future", junge Menschen mit zukunftsweisenden Projekten, würden diesen Trend bestätigen.

Außerdem ihr Kommen angekündigt haben der Nobelpreisträger und Krebs-Forscher Sir Paul Nurse, der Architekt des Guggenheim Museums im spanischen Bilbao, Frank Gehry, und der "Leader-ship"-Experte Warren Bennis, der die letzten vier US-Präsidenten beraten hat.

 
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