Aktion scharf in Tibet - China kündigt schärfere Sicherheitsvorkehrungen an

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Der Standard, 21.5.07:
Peking - Chinas oberster Regierungsvertreter in Tibet hat eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen in der Himalaya-Region angekündigt. Damit solle vor einem dort für den Herbst geplanten Kongress der Kommunistischen Partei und den Olympischen Spielen in Peking im kommenden Jahr sichergestellt werden, dass die chinesische Regierung die politische Kontrolle behalte.

"Wir müssen einen energischeren Kamp-feswillen sowie einen beharrlicheren Stil an den Tag legen und bei der Einigung und Führung der verschiedenen ethnischen Gruppen der Region und dem Kampf gegen den Separatismus gründlicher vorgehen", sagte Tibets KP-Sekretär Zhang Qingli bei einer Rede in der Provinzhauptstadt Lhasa, wie die amtliche Zeitung "Tibet Daily" berichtete.

Es sei der Regierung in Peking gelungen, den verbleibenden Einfluss des Dalai Lama - des Oberhaupts der Tibeter im Exil - zurückzudrängen, sagte Zhang dem Bericht zufolge in seiner Rede vor Parteimitgliedern am Freitag weiter. "Von Anfang bis Ende müssen wir die patriotische Erziehung in den Tempeln vertiefen und die politische reaktionäre Natur sowie die religiöse Heuchelei der Clique des Dalai Lama umfassend entlarven und verurteilen."

Der Dalai Lama lebt seit 1959 im Exil in Indien, wohin er nach einem gescheiterten Aufstand gegen die kommunistische Herrschaft geflohen war. Während die Regierung ihn des Separatismus beschuldigt, tritt der Dalai Lama nach eigenen Angaben lediglich für größere Autonomie seiner überwiegend buddhistischen Heimat ein. (APA/Reuters)

 
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