Festgenommene tibetische Schulkinder werden von den Behörden gefoltert

Zu der Mitteilung von Human Rights Watch über die Festnahme von sieben Schulkindern am 20. September 2007 im Kreis Labrang, Präfektur Gannan, Provinz Gansu, fanden wir noch ein paar Details heraus.

Drei der Schuljungen - Lhamo Tsethen, Dolma Kyab und Tsering (Tseko) Dondhup wurden wieder freigelassen, nachdem ihre Eltern saftige Geldstrafen von bis zu 2000 Yuan bezahlten und geloben mußten, daß ihre Söhne niemals das Land verlassen und niemals wieder auf irgendeine Weise politisch aktiv würden.

Die festgenommenen Schulkinder wurden alle geschlagen. Lhamo Tsethen trug dabei so schwere Verletzungen davon, daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Er befindet sich immer noch in medizinischer Behandlung.

Vier der Jungen - Chopa Kyab, Dukar Tashi, Thade Kyab und Ghobe befinden sich weiterhin in dem Haftzentrum des Kreises Sanchu (Xiahe).

Die sieben festgenommenen Schüler kommen alle aus Nomadenfamilien. An dem betreffenden Tag wäre eigentlich keiner von ihnen in der Schule gewesen. Die Eltern wurden jedoch informiert, daß ihre Kinder an diesem Tag unbedingt zur Schule kommen müßten, weil einem zu Besuch weilenden hochrangigen chinesischen Funktionär der Fortschritt, der in dieser Gegend im Erziehungswesen gemacht wurde, demonstriert werden sollen. Im Falle des Fernbleibens der Kinder wurde den Eltern eine Geldstrafe angedroht.

Anfänglich wurden 40 Schüler unter dem Verdacht, den Protest inszeniert zu haben, festgenommen. Später ließen die Behörden jedoch alle bis auf sieben wieder laufen.

Free Tibet Campaign bittet seine Unterstützer und alle Tibet-Sympathisanten, an die chinesische Regierung und UNICEF zu schreiben und die unverzügliche Freilassung der noch in Polizeigewahrsam befindlichen vier Schüler zu fordern.

Quelle: Free Tibet Campaign, 29. September 2007

Adaptierte Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching

 

 

 

 
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