Aktion Team Tibet

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Tibet will bei Olympia 2008 seine Fahne schwenken
Kurier 9. August 2007

"Dabei sein ist alles" - der olympische Geist hat exiltibetische Sportler erfasst. Sie haben ein "Team Tibet" formiert, und sich beim Olympischen Komitee (IOC) um eine Teilnahme an den Spielen 2008 beworben. "Mitmachen statt boykottieren" lautet die Devise - im Falle einer Akzeptanz würden die Sportler 2008 mit der in China verbotenen tibetischen Flagge in das Stadion einziehen.

Auch abseits der Tibetproblematik entwickelt sich das sportliche Großereignis im Bezug auf Menschenrechtsfragen zusehends zum Bumerang für die chinesische Führung - denn das olympische Licht leuchtet auch auf Chinas Schandflecken: Todesstrafe, Folter, politische Gefangene, Medienzensur, Zwangsumsiedlungen und Chinas Rolle im Darfur-Konflikt sind nur einige Themen auf der langen Liste der Kritikpunkte. Menschenrechtsgruppen ha-ben China in allen diesen Bereichen nur "mangelnde Fortschritte" attestiert. Vertreter der Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben sich aus diesen Gründen bereits für einen Olympia-Boykott ausgesprochen.

Auch das IOC, das sich seit der Vergabe der Spiele 2001 konsequent aus der politischen Verantwortung zieht, gerät immer mehr ins Kreuzfeuer der Kritik. "Wir wollen nicht in irgendwelche politischen Fragen verwickelt werden", stellt der hohe IOC-Funktionär Hein Verbruggen fest. Damit schließt sich das IOC der Argumentation Pekings an: man solle die Spiele nicht "politisieren", heißt es dort. Denn das würde gegen den olympischen Geist verstoßen.

 
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